Ameisenbekämpfung
Erst die Art bestimmen, dann das Nest treffen – nicht die Straße wegwischen.
Erst prüfen, ob überhaupt noch etwas frisst. Dann gezielt behandeln.
Richtpreis: nach Befallsprüfung

Fast jeder Anruf zum Thema Holzwurm beginnt gleich: Jemand hat beim Renovieren Löcher im Balken gefunden und will wissen, was das kostet. Meine Gegenfrage ist immer dieselbe – liegt darunter frisches, helles Bohrmehl? Denn ein Loch ist der Ausgang eines längst geschlüpften Käfers, nicht der Beweis für einen aktuellen Befall. Es kann vom letzten Sommer stammen oder von 1935.
Genau deshalb steht bei uns die Befallsprüfung vor dem Angebot und nicht umgekehrt. Wir bestimmen die Art anhand von Lochform, Bohrmehl und Fraßbild, messen die Holzfeuchte und sondieren die Querschnitte. Erst wenn feststeht, dass tatsächlich etwas frisst und welches Tier es ist, reden wir über ein Verfahren. Das ist unbequemer als ein Pauschalpreis am Telefon, spart aber regelmäßig eine komplette Behandlung.
Behandelt wird dann fachgerecht nach DIN 68800-4 – im Dachstuhl meist mit dem Heißluftverfahren, bei tragenden Querschnitten mit Bohrlochtränkung, bei einzelnen Möbeln oft mit Kälte. Für Fachwerk, alte Dachstühle und denkmalgeschützte Substanz stimmen wir das Verfahren auf das Bauteil ab, nicht umgekehrt.
Beim Gemeinen Nagekäfer geht es meist um Substanz und Wert, beim Hausbock um Statik. Seine Larven fressen jahrelang im Splintholz von Nadelholz-Bauteilen, bevor der erste Käfer nach außen kommt – bis dahin kann ein Sparren innen weitgehend ausgehöhlt sein, während die Oberfläche noch heil aussieht. Kritisch sind vor allem Auflager auf der Mauerkrone, weil dort Feuchte und Befall zusammenkommen. Dazu kommt der wirtschaftliche Teil: Bei Kauf, Verkauf oder Umbau will die Bank oder der Käufer wissen, ob der Dachstuhl tragfähig ist, und Gebäudeversicherungen decken die Bekämpfung von Holzschädlingen in der Standarddeckung üblicherweise nicht. Wer den Befall früh feststellen lässt, hat fast immer die günstigere und kleinere Maßnahme.
Schicken Sie uns ein Foto der Löcher mit einem Maßstab daneben – ein Zollstock oder eine Münze reicht. Lochform und Größe grenzen die Art schon stark ein, und wir sagen Ihnen, ob ein Termin überhaupt sinnvoll ist.
Wir bestimmen die Art, prüfen die Aktivität, messen die Holzfeuchte und sondieren gefährdete Querschnitte. Dabei sehen wir uns auch die Ursache an: undichte Stellen, fehlende Belüftung, Feuchte am Auflager.
Sie bekommen die Art, die betroffenen Bauteile, die Einschätzung aktiv oder Altbefall und einen Vorschlag zum Verfahren schwarz auf weiß – verwendbar für Hausverwaltung, Käufer oder Sachverständige.
Heißluft, Bohrlochtränkung, Oberflächenbehandlung, Begasung oder Kälte: Das hängt vom Bauteil, vom Querschnitt und von der Nutzung ab. Bei tragenden Teilen und bei Denkmalschutz stimmen wir uns vorher mit Statiker beziehungsweise Behörde ab.
Beim Heißluftverfahren sitzen Temperaturfühler im Bauteil, nicht nur im Raum – dokumentiert wird die Kerntemperatur über die gesamte Haltezeit. Bei chemischen Verfahren halten wir Mittel, Menge und behandelte Flächen fest.
Nach der Behandlung legen wir Kontrollpapier aus und schauen im Folgejahr zur Schlupfzeit noch einmal nach. Parallel besprechen wir, was gegen die Feuchte zu tun ist – ohne diesen Teil kommt der nächste Befall.
Holzwurm ist ein Sammelbegriff, unter dem sich vier sehr unterschiedliche Tiere verstecken. Der Unterschied ist nicht akademisch: Er entscheidet, ob wir über ein Möbelstück oder über die Tragfähigkeit eines Dachstuhls sprechen. Am schnellsten kommt man über die Ausfluglöcher und die Holzart weiter.
Runde Löcher von etwa 1 bis 2 mm, körniges Bohrmehl. Befällt Laub- und Nadelholz, braucht aber erhöhte Holzfeuchte. Deshalb finden wir ihn in Kellern, Scheunen, Kaltdächern und alten Möbeln – in dauerhaft trocken beheizten Wohnräumen kommt ein Befall oft von selbst zum Erliegen. Ärgerlich, aber selten ein statisches Thema.
Ovale Löcher von 5 bis 10 mm, ausschließlich im Splint von verbautem Nadelholz. Die Larven fressen über Jahre im Inneren; ein Balken kann außen intakt wirken und innen weitgehend hohl sein. Typisch ist eine wellige, blasige Oberfläche, die beim Klopfen anders klingt.
Wer ovale Löcher dieser Größe in Sparren oder Deckenbalken findet, sollte nicht bis zur nächsten Saison warten.
Löcher von etwa 2 bis 4 mm, fast immer in Eichenholz, das durch Feuchte und Pilz vorgeschädigt ist. Genau die Situation in altem Fachwerk, in Scheunen und in Kirchendachstühlen. Er ist der Käfer hinter dem tickenden Klopfen in stillen Räumen. Hier gehört immer die Feuchteursache mit auf den Zettel, sonst behandelt man am Problem vorbei.
Löcher von 1 bis 2 mm, puderfeines Bohrmehl, ausschließlich stärkereiches Splintholz von Laubhölzern wie Eiche oder Esche. Wird typischerweise mit neuem Parkett, Bambusware oder importierten Möbeln eingeschleppt und breitet sich von dort aus. Bei frisch verlegtem Parkett lohnt der Blick auf die Fugen.
Bekämpfende Maßnahmen an verbautem Holz richten sich nach DIN 68800-4. Welches Verfahren passt, hängt vom Querschnitt, von der Zugänglichkeit und von der späteren Nutzung ab. Es gibt kein Verfahren, das immer richtig ist.
Der Raum wird kontrolliert aufgeheizt, bis das Holz im Kern mindestens 55 Grad erreicht und diese Temperatur rund eine Stunde hält. Alle Stadien vom Ei bis zum Käfer sterben ab, im Holz bleibt kein Wirkstoff zurück.
Der Aufwand steckt in der Vorbereitung: Elektronik, Kunststoffe, Kerzen, Dichtungen und alles Wärmeempfindliche muss raus, die Fühler gehören ins Bauteil und nicht in die Raumluft. Für ganze Dachstühle ist das unser Standardweg.
Bei tragenden Bauteilen mit größerem Querschnitt reicht Oberfläche nicht – das Mittel muss in den Kern. Dazu wird nach festem Raster schräg gebohrt und das Holzschutzmittel drucklos eingebracht. Etabliertes Verfahren bei Hausbock in Sparren und Deckenbalken, hinterlässt aber Rückstände und will in Wohnräumen gut abgewogen sein.
Streichen oder Sprühen wirkt nur bis wenige Millimeter ins Holz. Sinnvoll bei kleinen Querschnitten, bei Latten und als vorbeugende Maßnahme – als alleinige Bekämpfung bei einem Hausbock im Dachstuhl ist es Augenwischerei.
Begasung kommt für wertvolle Einzelstücke oder große, unzugängliche Konstruktionen infrage; sie ist streng reglementiert und ausschließlich Sache eigens befähigter Fachleute. Kälte ist der pragmatische Weg für Möbel: mehrere Tage bei deutlichen Minusgraden, für Balkenlagen naturgemäß ungeeignet.
Ob ein Bauteil noch tragfähig ist, entscheidet keine Schädlingsbekämpfung, sondern ein Statiker oder ein Sachverständiger für Holzschutz. Bei denkmalgeschützter Substanz gelten zusätzlich die Auflagen der Denkmalschutzbehörde. Wir sagen Ihnen offen, wann wir jemanden dazuholen.
Einen Festpreis für Holzschädlinge am Telefon zu nennen wäre unseriös, weil die Spanne von „gar nichts, hier frisst nichts mehr" bis zu einem mehrtägigen Heißlufteinsatz über einen kompletten Dachstuhl reicht. Was den Preis tatsächlich bewegt, ist überschaubar:
Es kommt regelmäßig vor, dass ein Termin damit endet, dass wir sagen: Da frisst nichts mehr, lassen Sie es. Diese Einschätzung kostet einen Bruchteil einer Behandlung – und ist der Grund, warum es diese Seite gibt.
Sie wollen zuerst selbst herausfinden, ob der Befall noch aktiv ist? Im Ratgeber steht der Papiertest Schritt für Schritt, dazu die vier Prüfzeichen und was Hausmittel wirklich leisten.
Zum RatgeberAn frischem Bohrmehl. Aktives Mehl ist hell, fast wie feiner Sand, und rieselt nach; alte Ablagerungen sind grau und verklumpt. Auch die Lochränder helfen: frisch heißt scharfkantig und innen hell, alt heißt abgerundet und nachgedunkelt. Wenn Sie es selbst prüfen wollen, saugen Sie den Bereich sauber, legen weißes Papier darunter und warten zwei bis vier Wochen.
Das lässt sich seriös erst nach der Befallsprüfung sagen, weil die Spanne von gar keiner Behandlung bis zu einem mehrtägigen Heißlufteinsatz über den ganzen Dachstuhl reicht. Entscheidend sind Verfahren, Umfang, Zugänglichkeit und Vorbereitungsaufwand. Sie bekommen den Preis vorab schriftlich, bevor irgendetwas passiert.
Für einen normalen Dachstuhl planen Sie einen bis zwei Tage ein, dazu die Vorbereitung. Aufheizen und Halten der Kerntemperatur ist nur ein Teil davon – das Ausräumen und Absichern empfindlicher Bauteile nimmt oft mehr Zeit in Anspruch als die eigentliche Wärmephase.
Er ist der einzige der vier häufigen Holzschädlinge, bei dem es um Tragfähigkeit gehen kann. Er befällt ausschließlich Nadelholz-Splint, seine Larven fressen jahrelang im Inneren, und der Schaden ist von außen lange nicht zu sehen. Ovale Löcher von fünf bis zehn Millimetern in Sparren oder Deckenbalken gehören zeitnah angesehen.
Meist nicht. In vielen Fällen lässt sich das Holz mit Heißluft oder Bohrlochtränkung retten. Ein Austausch steht erst zur Debatte, wenn der Querschnitt so weit geschwächt ist, dass die Tragfähigkeit betroffen ist – und das beurteilt ein Statiker, nicht wir.
Ja, das ist einer der häufigsten Anlässe. Wir prüfen Art und Aktivität des Befalls, messen die Holzfeuchte und halten den Befund schriftlich fest, damit Sie ihn in die Kaufverhandlung oder zum Sachverständigen mitnehmen können. Eine statische Bewertung ersetzt das nicht, grenzt die Frage aber deutlich ein.
Oft ja, gerade weil keine Wirkstoffe im Holz zurückbleiben. Entscheidend ist die Abstimmung im Vorfeld: Welche Bauteile vertragen die Wärme, was muss ausgebaut werden, welche Auflagen macht die Behörde. Wir sprechen das durch, bevor wir ein Angebot schreiben.
In aller Regel nicht. Die Bekämpfung von Holzschädlingen ist in der Standarddeckung von Wohngebäudeversicherungen üblicherweise nicht enthalten. Ob Ihr Vertrag einen Zusatzbaustein hat, klären Sie am besten direkt mit Ihrer Versicherung anhand der Police.
Erst die Art bestimmen, dann das Nest treffen – nicht die Straße wegwischen.
Marder vertreiben, Zugänge sichern, Schäden vorbeugen – dauerhaft.
Wir finden den Herd – meist steht er seit Monaten hinten im Schrank.
Kostenlose Ersteinschätzung am Telefon. Diskreter Einsatz vor Ort in Ihrer Stadt und der ganzen Region – auf Wunsch noch heute.